Lander Historic Arms - Sachsen, Infanteriegewehr 1813, Fertigung GOELLNER in Suhl

Sachsen, Infanteriegewehr 1813, Fertigung GOELLNER in Suhl

Sachsen, Infanteriegewehr 1813, Fertigung GOELLNER in Suhl Nummer:0505

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Bis heute unikat gebliebenes Stück aus Sachsens schwerster Zeit

Nussbaum-Vollschaft mit Wangenausschnitt am Kolben links. Messingbeschläge, diese bestehend aus doppelbündigem Laufring mit Ladestocktrichter und zwei weiteren Ringen; der mittlere Ring mit Riemenöse. Alle drei Laufringe rechtsseitig federarretiert und wie das Schlossgegenblech nicht gegossen, sondern zur Gewichtsersparnis jeweils  aus Messingblech ausgeschnitten und zusammengelötet. Abzugsbügel, Kolbenkappe und Pfanne aus Gussmessing. Rechteckige Unterlage aus Messing für zwei Schrauben, eine Schraube hält den Abzugsbügel vorne, die andere hält den Abzug. Steinschloss nach französischem Muster M an 9, Pfanne jedoch mit speziellem Rand, in den der Batteriedeckel eingepasst ist. Blockierbohrung für die Schlagfeder im Schlossblech unterhalb der Herstellersignatur. Herstellersignatur „Goellner a Suhl“ deutlich am Schlossblech außen. Runder, am Pulversack kantiger Lauf mit Meistermarke „G“ im Queroval an der Laufoberseite und Bajonettwarze 20mm hinter Mündung unten. Eiserner, vorne konisch erweiterter Ladestock mit Endgewinde. Kimme in das Schwanzschraubenblatt eingefeilt, flaches Korn auf dem hinteren Bund des ersten Laufrings.

Gesamtlänge 1470mm, Lauflänge 1085mm, Kaliber des glatten Laufs 17,7mm, Schlosslänge 163mm, Gewicht 4.319g

Das Infanteriegewehr aus der Werkstatt von A. Göllner in Suhl entstand in den Jahren 1812/13 vermutlich auf Anforderung durch die sächsische Landesregierung. Diese hatte bereits 1812 eine  stattliche Anzahl von Pistolen bei Göllner in Auftrag gegeben und da nach dem katastrophalen Ende des Russlandfeldzuges 1812 dringend Ersatz für neu aufzustellende Truppen dringendst erforderlich war, kam Göllner im noch sächsischen Suhl als Lieferant in Frage.

Sein Gewehr zeigt einige Besonderheiten, die an zeitgenössischen Steinschlosswaffen so nicht bekannt sind. Zum einen besitzt der Lauf eine Schwanzschraube, die mit einem nach unten verlängerten Vierkant in eine Bohrung des Schafts eingreift und so das Rückstoßmoment besser verteilt. Zum zweiten ist das Gewehr mit Laufringen ausgestattet, die zur Gewichtserparnis nicht gegossen, sondern aus Messingblech gearbietet wurden. Zum Dritten ist am Schloss eine gegossene Messingpfanne angebracht, die, wenn der Batteriedeckel geschlossen ist, um  den Deckel herum einen erhöhten Rand besitzt, welcher wohl als Regenwasserschutz gedacht war. Weiterhin hat Goellner eine Abzugsschraube und eine Schraube zur Befestigung des Abzugsbügels angebracht, die beide eine gemeinsame Messingunterlage an der linken Schaftseite besitzen. In dieser Form ist das bis heute unikat geblieben.

Da an der Waffe keine staatlichen Abnahmen und auch keine Fertigungs- oder Seriennummer angebracht sind, ist davon auszugehen, dass es sich bei diesem Gewehr um ein unikates Vorlagestück Göllners handelt, mit dem er bei der sächsischen Regierung punkten wollte.

 

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