Kurhannover, Grenadiersäbel um 1760

Kurhannover, Grenadiersäbel um 1760
Nummer: 0193

Kurhannover, Grenadiersäbel um 1760

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Dieser Säbeltyp entstand vermutlich durch offiziellen Umbau aus einem früheren Infanteriedegen mit Muschelgefäß

Aus zwri Teilen bestehendes, gegossenes Messinggefäß mit imitierter Griffkappe und Vernietknopf. Der Griffbügel steht im rechten Winkel auf der geraden Parierstange. Der obere Teil des Bügels ist abgewinkelt und führt gerade zur Griffkappe, wo er mittels einer Schraube befestigt ist. Quartseitig ist an der Parierstange ein Daumenring integriert, welcher ortwärts mit einem Muscheldekor versehen ist. Terzeitig ist an der Parierstange ein kleines Stichblatt integriert, welches als Überbleibsel eines ehemaligen, muschelförmigen Knöchelschildes gewertet werden muss. Gebogene Rückenklinge mit beidseitigem Zug unter dem Rücken, Klingenspitze in der Rückenlinie. Ohne Scheide.

Gesamtlänge 635mm, Klingenlänge 530mm, Klingenbreite 36mm, Zuglänge 410mm, Pfeilhöhe 16mm

Beim Messinggefäss des vorliegenden Grenadiersäbels handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein abgeändertes Degengefäß, bei dem der waagrechte Teil des Knöchelschilds noch als kleines Stichblatt erhalten blieb. Quartseitig ist der wie bei den ursprünglich verwendeten Infanteriedegen mit Muschelgefäß vorhandene Daumenring mit Muscheldekor ebenfalls erhalten geblieben.

Vergl. hierzu

Große-Löscher, Kurhannoversche Seitenwaffen für die Fußtruppen, Infanteriedegen für die Mannschaften/Infanteriesäbel für die Mannschaften, in Waffen- Und Kostümkunde H.2, 1999, H.2.2000

 

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