Schwarzburg-Rudolstadt, Grenadiersäbel 1767

Schwarzburg-Rudolstadt, Grenadiersäbel 1767
Nummer: 0528

Schwarzburg-Rudolstadt, Grenadiersäbel 1767

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Schwarzburg-Rudolstadt, Grenadiersäbel 1767Schwarzburg-Rudolstadt, Grenadiersäbel 1767Schwarzburg-Rudolstadt, Grenadiersäbel 1767
Ein weiterer, seltener Grenadiersäbel aus einem der sächsischen Herzogtümer des 18. Jahrhunderts

Gegossenes Messinggefäß mit glatter Hilze, gerader Parierstange mit ortwärts gebogenem, flachem Endknopf und nach oben sich verbreiterndem Handbügel, der senkrecht auf der Parierstange steht. Kleiner Vernietknauf mit originaler Vernietung. Gebogene Rückenklinge mit beidseitigem Zug und Ort in der Rückenlinie. Beidseitiges bekröntes Klingenmonogramm „LG“ für Fürst Ludwig Günther II. (1767 – 1790). Keine weiteren Stempel oder Markierungen. Eine Scheide ist nicht vorhanden.

Gesamtlänge 740 mm, Klingenlänge 621 mm, Klingenbreite 30 mm, Pfeilhöhe 23 mm.

Im Jahr 1767 wurde Ludwig Günther in höherem Alter zum Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Die Regierungsgeschäfte wurden allerdings von Kanzler Christian Ulrich von Ketelholdt erledigt, zu dem ein gutes Verhältnis bestand. Leider ist zur Geschichte Rudolstädter Truppen in der Zeit der Regierung von Fürst Ludwig Günther so gut wie nichts überliefert. Bekannt ist nur, dass die Rudolstädter am Siebenjährigen Krieg nicht teilgenommen hatten und nach dem Friedensschluss 1763 soll die Zusammensetzung und Kopfstärke des Rudolstädter Militärs stark geschwankt haben. Neben der im Jahr 1770 errichteten Garde du Corps existierte aber auch ein Landregiment und 1782 wird eine Grenadiergarde und Musketierkompanien erwähnt. Die Grenadiergarde hatte die Posten vor dem Schloss und den zugehörigen Gärten, die Musketierkompanien hatten die Posten an den Stadttoren zu besetzen. Diesen genannten Truppen dürfte der gezeigte Säbel zuzuschreiben sein.

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