Sachsen, Taschenpistole mit gezogenem Lauf von Andreas ERTTEL, Dresden 1679-1725

Sachsen, Taschenpistole mit gezogenem Lauf von Andreas ERTTEL, Dresden 1679-1725
Nummer: F012

Sachsen, Taschenpistole mit gezogenem Lauf von Andreas ERTTEL, Dresden 1679-1725

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Sachsen, Taschenpistole mit gezogenem Lauf von Andreas ERTTEL, Dresden 1679-1725Sachsen, Taschenpistole mit gezogenem Lauf von Andreas ERTTEL, Dresden 1679-1725Sachsen, Taschenpistole mit gezogenem Lauf von Andreas ERTTEL, Dresden 1679-1725
Diese kleine, gezogene Steinschlosspistole ist während der Regierungszeit des sächsischen Kurfürsten August des Starken von einem der bekanntesten Dresdener Büchsenmacher gefertigt worden

Nussbaum-Halbschaft mit Messingbeschlägen, diese bestehend aus Abzugsbügel mit hinterer und vorderer Verlängerung, Kolbenkappe mit langen, seitlichen Sporen und dekorativem Schlossgegenblech für zwei Schlossschrauben. Die Kolbenkappe mit Akanthusblattdekoration, das Schlossgegenblech mit Rocaillen und Medaillon zwischen zwei Monstern. Lauf mit sechs Zügen, im vorderen Teil abschraubbar, mit Mündungswulst. Am Pulversack achtkantig, dann sechszehnkantig und mit einem Balluster in rund übergehend. Schwanzschraubenblatt endet gerade. Steinschloss mit Schwanenhalshahn und flachem, an den Kanten abgeschrägten Schlossblech. Dieses mit Herstellersignatur „ERTTEL“. Eiserne Pfanne ohne Steg, Batteriefeder von der Schlossinnenseite her verschraubt. Lauf/Schaft-Verbindung durch Kreuzschraube und eine von der Schaftunterseite in den Pulversack geführte Schraube. Keine Visiereinrichtung.

Gesamtlänge 255mm, Länge des gezogenen Laufteils 82mm, Lauflänge 133mm, Kaliber 13,17mm, Gewicht 507g

Ein nahezu identisches Paar Pistolen wird in der Dresdener Rüstkammer unter der Inventarnummer 376/377 aufbewahrt. Andreas Erttel ließ sich 1679 bei der Wiener Büchsenmacherinnung einschreiben und kam danach mit den ausgezeichneten Traditionen der böhmischen und Wiener Büchsenmacherkunst vertraut nach Dresden. Dort wurde er 1687 Meister und erlangte 1719 das Amt des Oberältesten in der dortigen Innung. Ers starb in Dresden 1725 als Begründer einer langen Dresdener Büchsenmacherdynastie.

Siehe hierzu "Dieter Schaal, Katalog Dresdener Büchsenmacher l6-18. Jahrhundert", Dresden 1975, S.78,S.84 und Nr.376/377

 

Preis? Bitte fragen Sie an bei lander-forbach@t-online.de