Österreich, Kürassiertromblon M 1759/81

Österreich, Kürassiertromblon M 1759/81
Nummer: JRC71

Österreich, Kürassiertromblon M 1759/81

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Österreich, Kürassiertromblon M 1759/81Österreich, Kürassiertromblon M 1759/81Österreich, Kürassiertromblon M 1759/81
Höchst seltene und beeindruckende Waffe der österreichischen Kürassierregimenter
Dunkle Nussbaum-Vollschäftung mit Eisenbeschlägen, bestehend aus Kolbenkappe mit langer Nase an der Kolbenoberseite, flachem, modelltypischem Schlossgegenblech entsprechend der Pistole 1770, einteiligem Abzugsbügel mit zweifach verschraubter hinterer Verlängerung, drei runden, an den Enden kanellierten Ladestockröhrchen und halbem, 28mm breitem Mündungsband. Eiserner Ladestock mit nagelförmigem Kopf und Endgewinde. In der hinteren Hälfte kantiger nach vorne runder, sich queroval erweiternder Lauf mit aufgelötetem Messingkorn auf längsovalem Messingsockel, keine Kimme. Steinschloss M 1770 mit flachem, an den Kanten abgeschrägtem Schlossblech, eiserner, facettierter Pfanne ohne Verbindungssteg zur Batterie und flachem Herzhahn mit Kerbe im Hahnfuß für einen Sicherungshaken, welcher links vom Hahn im Schlossblech drehbar angebracht ist. Eiserne Sattelstange mit Fixpunkt an der hinteren Schlossschraube und an Schraube, die durch den Vorderschaft geführt ist. Auf der Sattelstange ein beweglicher Ring

 

Gesamtlänge 1040mm, Lauflänge 660mm, Kaliber des glatten Laufs 27,7/47,2mm, Schlosslänge 158mm, Länge der Nase des Kolbenblechs 125mm, Länge der Sattelstange 255mm, Gewicht 3.894g

 

Im Gegensatz zu seinem typgleichen Vorgänger M 1759 mit Messingbeschlägen wurde das Kürassiertromblon M 1759/81 mit Eisenbeschlägen gefertigt. Grund dafür dürfte die generelle Abkehr von Waffen mit Messingbeschlägen ab dem Infanteriegewehr M 1767, der Pistole 1770, dem Crespi-Hinterlader, dem Kavalleriekarabiner 1770 und dem Dragonerkarabiner gleichen Musters sein.

Pro Eskadron waren 12 Mann mit dieser Waffe ausgerüstet, aus denen bei einer Attacke aus kürzester Entfernung Patronen mit je 12 Kugeln, sozusagen „vor dem Gesicht des Gegners“ abgefeuert wurden. Für die Normierung des Tromblons 1781 ist zwar keine Bestätigung bekannt, da das Tromblon aber eine gestollte Schwanzschraube und ein trichterförmiges Zündloch besitzt, was bei den Infanteriegewehren erst 1781 eingeführt wurde, kann das Tromblon keinesfalls vor diesem Zeitpunkt eingeführt und an die Truppe ausgegeben worden sein.