Österreich, Husarenkarabiner M 1798, 1. Version

Österreich, Husarenkarabiner M 1798, 1. Version
Nummer: JRC74 RESERVIERT

Österreich, Husarenkarabiner M 1798, 1. Version

Österreich, Husarenkarabiner M 1798, 1. VersionÖsterreich, Husarenkarabiner M 1798, 1. VersionÖsterreich, Husarenkarabiner M 1798, 1. Version
Dies ist sicherlich eine der formal gelungensten Kavalleriewaffen des ausgehenden 18. Jahrhunderts
Nussbaumholz-Vollschaft. Messingbeschläge, bestehend aus Abzugsbügel, Kolbenplatte, s-förmigem, flachem Schlossgegenblech und doppelbündigem, an der Schaftunterseite verschraubtem Laufring. Eiserne Reitstange mit großem Eisenring, hinterer Befestigungspunkt an der zweiten Schlossschraube, vorne starr mit einem eisernen Laufring an dessen Unterseite verbunden. Visiereinrichtung bestehend aus einer in das Schwanzschraubenblatt eingefeilten Kimme und einem Messingkorn auf dem hinteren Bund des Laufrings. Flaches Steinschloss mit abgeschrägten Kanten mit entsprechendem Herzhahn, Fanghaken links vom Hahn und gegossener Messingpfanne mit Verbindungssteg zum Batterielager. Batteriefeder von außen verschraubt. Auf der ganzen Länge runder Lauf ohne Züge. Lauf/Schaft-Verbindung durch Kreuzschraube, Sattelstangen-Laufring und doppelbündigen Laufring. Keinerlei Stempel oder Signaturen sichtbar.
Gesamtlänge 860mm, Lauflänge 474mm, Kaliber 17,28mm, Gewicht 2179g.

 

Dem energischen Drängen von Erzherzog Karl ist es zuzuschreiben, dass die vom Kaiser 1798 angeordnete Umrüstung der Kavallerie auf ein neues Waffensystem in die Tat umgesetzt werden konnte. Bisher war dieses Unterfangen an der leeren Staatskasse gescheitert. So wurde 1808 die Fertigung der neuen Kavalleriewaffen M 1798 – Pistolen und Karabiner – in vollem Umfang aufgenommen und die Ferlacher Büchsenmacher konnten so bis 1815 über 46.000 Karabiner und fast 70.000 Pistolen M 1798 an die Heeresverwaltung in Wien liefern.