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Die Vermutung, es könnte sich um ein von preußischen Truppen im österreichischen Erbfolgekrieg erbeutetes Wallgewehr handeln, dem man ein preußisches Schloss eingesetzt hat, kann nicht aufrecht erhalten werden. Mehrere solcher Gewehre sind in Österreich bekannt. Sie werden bei Dolleczek kurz erwähnt und wurden schon zu Ende des 17. Jahrhunderts gefertigt und zum Durchschlagen von Sappenkörben und -schilden sowie gegen entferntere Aufklärungstruppen eingesetzt. Verwendung fanden diese Wallgewehre aber auch an der Bugreling der Schiffe der Donauflotille, wo sie mittels des Laufständers drehbar angebracht waren. Das hier gezeigte Stück trägt auf dem Lauf den Abnahmestempel aus der Regierungszeit von Kaiser Leropold I.,die 1705 endete.  Verwendung fand dieser Stempel aber noch bis in die 1720er-Jahre.