Dragonerpistole 1815, Fertigung Malherbe Frères à Liège

Dragonerpistole 1815, Fertigung Malherbe Frères à Liège
Nummer: 0623

Dragonerpistole 1815, Fertigung Malherbe Frères à Liège

2.850,00 €

Zur Anfrage

Dragonerpistole 1815, Fertigung Malherbe Frères à LiègeDragonerpistole 1815, Fertigung Malherbe Frères à LiègeDragonerpistole 1815, Fertigung Malherbe Frères à Liège
Sehr gut erhaltene Steinschlosspistole mit Gürtelhaken aus der Fertigung von Malherbe Frères
Nussbaum-Halbschaft mit Messingbeschlägen, diese bestehend aus Kolbenkappe, Schlossgegenblech, einteiligem Abzugsbügel mit Schraub- und Stiftbefestigunjg sowie Laufring mit Verbindungssteg zur vorderen Schlossschraube. Lauf am Pulversack kantig. Schwanzschraubenblatt endet rund. Eiserner Gürtelhaken mit Fixierung an der zweiten Schlossscdhraube. Steinschloss entsprechend französischem Schloss an 9 mit Herzhahn und gegossener Messingpfanne. Herstellersignatur "Malherbe Frères à Liège"  auf dem Schlossblech, darüber Stempel "D.R.". Kontrollstemkpel "L" am Laufring und am Schlossgegenblech.  Stempel "91" oder "16" an der Laufunterseite. 

Gesamtlänge 393 mm, Lauflänge 226 mm, Schlosslänge 125 mm, Gewicht 1286 g, Kaliber des glatten Laufs 17,48 mm
Auf den ersten Blick ähnelt die Pistole sehr der französischen Kavalleriepistole M an 13. Bei näherem Hinsehen aber werden die Unterschiede deutlich: Abzugsbügel, und Lauflänge sind völlig verschieden und die Pistole besiitzt keinen Ladestock. Der Gürtelhaken lässte eine Verwendung der Pistole sowohl bei der Marine als auch bei den Dragonern zu. Beide Verwendungsmöglichkeiten sind jedoch nicht gesichert. Doch der Stempel "D.R." am Schlossblech lässt vermuten, dass die Pistole bei einem niederländischen Dragoner-Regiment Verwendung fand. Interessanterweise besitzt die Pistole keinen Ladestock, ist also auf den Ladestock eines Karabiners angewiesen, was wiederum ein deutliches Indiz für die Verwendung als Dragonerwaffe ist. Bemerkenswert erscheint auch, dass der Laufstempel "91" oder "16" auch an einer badischen Pistole 1813 nachweisbar ist, die bekanntermaßen als französische Kriegsbeute aus den Niederlanden nach Baden kam.