Bayern, Infanteriegewehr M 1826/39UM, Fertigung AMBERG

Bayern, Infanteriegewehr M 1826/39UM, Fertigung AMBERG
Nummer: 0248

Bayern, Infanteriegewehr M 1826/39UM, Fertigung AMBERG

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Bayern, Infanteriegewehr M 1826/39UM, Fertigung AMBERGBayern, Infanteriegewehr M 1826/39UM, Fertigung AMBERGBayern, Infanteriegewehr M 1826/39UM, Fertigung AMBERG
Das erste bayerische Gewehr mit der neumodischen Perkussionszündung

Gefertigt in der Gewehrfabrik Amberg, entsprechende Signatur "A" schwach auf dem Schlossblech außen. Dunkler Nussbaumschaft mit an der Unterseite abgeflachtem Vorderschaft. Holzstempel "2432." (nicht identifiziert) am Schaft links. Bestandsbezeichnung "BLR. DINKELSBÜHL" sehr deutlich in Großbuchstaben an der linken Kolbenseite. Nußbaumvollschaft mit Eisenbeschlägen, diese bestehend aus drei rechtsseitig federarretierten Laufringen, Abzugsbügel mit Unterbügel, Kolbenblech und flachem, s-förmigem Schlossgegenblech. Aptiertes Perkussionsschloss mit flachem Hahn ohne Abschrägung an den Kanten. Hintere Schlossschraube mit charakteristischem Körnerschlag. Erhöhte Standkimme auf dem Schwanzschraubenblatt, Ovalkorn auf dem Lauf, es fixiert den ersten Laufring. Bajonettwarze an der Laufunterseite, 40mm hinter der Mündung. Runder, am Pulversack kantiger Lauf mit im ehemaligen Zündloch hartverlötetem Pistonsockel. Originaler Ladestock mit beidseitig verdicktem Kopf.

Gesamtlänge 1480mm, Lauflänge 1100mm, Kaliber des glatten Laufs 17,85mm.

Anlässlich der Aptierungsarbeiten, die nach aufwändigen Versuchen ab 1839 in der Gewehrfabrik Amberg anliefen, wurde auf das Schwanzschraubenblatt eine Standkimme aufgelötet, der Zündstollen in das Zündloch eingeschraubt und der Steinschlosshahn durch einen recht einfachen Perkussionshahn ersetzt. Gleichzeitig hat man am Schlossblech die nun nicht mehr erforderlichen Gewindebohrungen der Batteriefeder- und der Pfannenschraube verschlossen. Entsprechend der Bestempelung des Kolbens gehörte das angebotene Gewehr ursprünglich wohl zum Bestand des Bayerischen Landwehr-Regiments Dinkelsbühl. Dieses Regiment stand bis 1842 unter dem Kommando des Majors Caspar Marian Riedel, welcher vom bayerischen König im Jahr 1842 die erbetene Entlassung vom Landwehrbatallion erhielt. Ihm wurde in Anerkennung seiner „durch Pflichttreue, Diensteifer und aufopfernde Hingebung“ während einer 32 jährigen Dienstzeit in der Landwehr der Stadt Dinkelbühl das Tragen seiner Uniform im bisherigen Dienstgrad mit der für entlassene Landwehroffiziere allerhöchst angeordneten Abzeichen zu bewilligt. Seine Stelle wurde übernommen vom zweiten Assessor des Dinkelsbühler Landgerichts Peter Meyer.

 

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