Baden, Kavalleriepistole M 1816/40UM, Fertigung St.Blasien

Baden, Kavalleriepistole M 1816/40UM, Fertigung St.Blasien
Nummer: ER01

Baden, Kavalleriepistole M 1816/40UM, Fertigung St.Blasien

Zur Anfrage

Baden, Kavalleriepistole M 1816/40UM, Fertigung St.BlasienBaden, Kavalleriepistole M 1816/40UM, Fertigung St.BlasienBaden, Kavalleriepistole M 1816/40UM, Fertigung St.Blasien
Die in der badischen Gewehrfabrik St.Blasien in der Steinschlossversion gefertigte und in Karlsruhe auf die Perkussionszündung umgebaute Kavalleriepistole gehört heute zu den absoiuten Raritäten.

Nussbaumvollschaft mit Messinggarnitur, diese bestehend aus an der Schaftunterseite in einem eisernen Widerlager verschraubtem Mündungsring, Abzugsbügel mit Einhakmontage, Kolbenkappe und L-förmigem, gewölbtem Schlossgegenblech. Unterer und oberer Kolbenbügel aus Eisen. Runder, am Pulversack kantiger Lauf mit seitlich im ehemaligen Zündloch verschraubtem und angelötetem Pistonsockel, dieser mit Reinigungsschraube. Staatliche Endabnahmemarke „Landeswappen unter Krone“  im Oval am Pulversack oben links gerade noch zu erkennen. Aptiertes Perkussionsschloss. Abzug mit verschraubtem Abzugsstift sowie doppelt verschraubtem Unterlegplättchen. Herstellersignatur "ST.BLASIEN" auf der Schlossplatte außen. Endkontrollstempel „D“ unter Krone im wappenförmigen Schild des 1. Kontrolleurs Gottlieb Deutschbein am Pulversack unten. "M" unter Stern im wappenförmigen Schild auf den Messingbeschlägen (2. Kontrolleur Jean Marquinet).  Eiserner linsenförmiges Korn auf dem Lauf hinter dem Laufring, Kimme auf dem Schwanzschraubenblatt. Stempel „S.B.“ für St. Blasien am Schaft links.

Gesamtlänge 365mm, Lauflänge 210mm, Kaliber des glatten Laufs 17,4mm.

 

Als Ende der 30er-Jahre sich abzeichnete, daß die Zeughausdirektion den Steinschlosswaffenbestand der Armee auf  das neue Perkussionssystem umarbeiten lassen wollte, beeilte sich die Gewehrfabrik St. Blasien, entsprechende Vorschläge zu unterbreiten, da für die Gewehrfabrik ein umfangreicher Staatsauftrag lebensrettend gewesen wäre. Offensichtlich fand der Perkussionierungsvorschlag aus St.Blasien den Gefallen der entscheidenden Herrn der Zeughausdirektion, die Umbauarbeiten jedoch wurden aus Sparsamkeitsgründen an die Zeughauswerkstätten in Karlsruhe vergeben – St.Blasien ging leer aus.

 Vergl. Lander, Die Sammlungen des Wehrgeschichtlichen Museums im Schloss Rastatt, 2, Handfeuerwaffen, Teil III, Baden (bis 1870), Freiburg  1987, S.40, 129 ff

 

 

Preis? Bitte fragen Sie an bei lander-forbach@t-online.de