Bayern, ex preußische Kavalleriepistole 1789

Bayern, ex preußische Kavalleriepistole 1789
Nummer: ME10

Bayern, ex preußische Kavalleriepistole 1789

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Auch diese Pistole fiel wohl im Laufe der Feldzüge 1806/07 in bayerische Hände und wurde entsprechend umgebaut

Dunkler Nussbaum-Vollschaft ohne Ladestocknut. Messingbeschläge, diese bestehend aus ergänztem ehemals österreichischem doppelbündigen Laufring der Pistole M 1789 mit typisch bayerischer Fixierung durch eine Feder an der Schaftunterseite, Abzugsbügel, seitlich flachgedrückter Kolbenkappe mit angedeuteten seitlichen Sporen und viereckigem Kolbennagel sowie flachem, bündig in das Schaftholz verlegtem Schlossgegenblech für zwei Schrauben.  Steinschloss M 1789 mit Herstellersignatur „POTZDAMMAGAZ“ und „DSE“ an der unteren Schrägkante des Schlossblechs. Runder, am Pulversack zweifach kanellierter Lauf mit Messingkorn, 30mm hinter der Mündung. Eingefeilte Kimme im Schwanzschraubenblatt, dieses endet gerade. Konisches Zündloch mit gestollter Schwanzschraube Auf dem Pulversack eine „stilisierte Adlermarken“ und eine weitere, nicht bekannte Marke "L" links.  Schlossschrauben mit abgeschrägten Kanten an den Köpfen.

Gesamtlänge 450mm, Lauflänge 264mm, Schlosslänge 145mm, Länge des Schlossgegenblechs 119mm, Kaliber des glatten Laufs 17,5mm , Gewicht 1.358g.

Das Königreich Bayern und damit große Teile seiner Armee haben im Rahmen der Rheinbund-Verpflichtungen 1806/07 als Teildivision der napoleonischen Armee an den Feldzügen gegen Preußen teilgenommen.  Während dieser Zeit dürfte die angebotene Pistole in bayerische Hände gefallen sein.

Die vorliegende Pistole wurde um ca 50mm gekürzt und als Vorderschaftabschluss und zur besseren Laufbefestigung der Laufring einer österreichischen Kavlleriepistole 1798 angebracht. Dessen Fixierung wie bei allen bayerischen Pistolen ab 1804 durch eine an der Unterseite des Vorderschafts eingelassene Feder belegt eindeutig, dass man es hier mit einem Umbau zu tun hat, der entweder von einem bayerischen Regimentsbüchsenmacher oder in der Gewehrfabrik Amberg durchgeführt wurde. 

 

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