Pistolenpaar um 1808, verm. von Prinz Paul von Württemberg

Pistolenpaar um 1808, verm. von Prinz Paul von Württemberg
Nummer: BW01

Pistolenpaar um 1808, verm. von Prinz Paul von Württemberg

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Pistolenpaar um 1808, verm. von Prinz Paul von WürttembergPistolenpaar um 1808, verm. von Prinz Paul von WürttembergPistolenpaar um 1808, verm. von Prinz Paul von Württemberg
Pistolenpaar aus dem Haus Württemberg zur Zeit des Rheinbudes
Nussbaumvollschäfte mit schönem, durch Silbernägel begrenztem Fischhautverschnitt an der Kolbenoberseite. Stahlbeschläge, bestehend aus zwei Ladestockröhrchen, einteiligem Abzugsbügel mit hinterer und vorderer Verlängerung, flacher Kolbenkappe mit königlichem württembergischen Wappen im Design ab 1806 sowie zwei kleine Unterlagen für die Schlossschrauben Steinschlösser mit gewölbtem Schlossblech, ebensolchem Schwanenhalshahn und runder Eisenpfanne mit Verbindungssteg zum Batterielager. Die Batteriefeder mit Rollglied zur Beschleunigung des Zündvorgangs. Kantige, gebläute und mit Silberdekor versehene Läufe mit drei in Gold eingelegten Herstellermarken „LC“ im Hochoval am Pulversack und silbertauschierter Händlername „Rosee a Stuttgart“ auf dem oberen Flachschliff. Keine Kimme , Korn auf dem oberen Flachschliff, 21mm hinter der Mündung. Der Lauf ist an der Mündung vielfach fein gezogen.

Gesamtlänge jeweils 340mm, Lauflänge 200mm, Kaliber 17,6mm, Gewicht865/879g

Entsprechend der an beiden Pistolen jeweils dreimal vorhandenen Meistermarken wurde dieses Pistolenpaar von Jean Leclerc in Paris in der Rue des Gravilliers gefertigt, welcher zwischen 1807 und 1810 kaiserlicher Büchsenmacher war. Seine Meistermarke, ein vergoldetes Hochoval mit Palmzweigen und den Initialen LC ist an allen seinen Erzeugnissen nachzuweisen. Der Stil des vorliegenden Pistolenpaares orientiert sich sehr stark am von Nicolas Boutet, dem künstlerischen Direktor der Manufacture Impériale de Versailles propagierten Duktus. Ausgeliefert wurde das Pistolenpaar von einem Mitglied der in Stuttgart ansässigen Büchsenmacher-Dynastie Rosee, welche dort in der Zeit zwischen etwa 1790 und 1856 ihrem Gewerbe nachgingen. Zu vermuten ist, dass die Firma Rosee in Stuttgart das Pistolenpaar bei Leclerc in Paris auf Grund höheren Auftrages bestellt hat. Auf Grund der an den Pistolen vorhandenen bekrönten württembergischen Wappendarstellung kann man vermuten, dass der Auftraggeber der Sohn von König Friedrich I., Prinz Paul von Württemberg gewesen ist, welcher bis 1817 eine militärische Karriere verfolgte.