Dragonerpistole 1725

Dragonerpistole 1725
Nummer: ME13 VERKAUFT

Dragonerpistole 1725

Dragonerpistole 1725Dragonerpistole 1725Dragonerpistole 1725
Noch nie im Handel angtebotenes Exemplar
Nussbhaum-Vollschaft mit Messingbeschlägen, diese bestehend aus halbem Vorderschaftband, zwei kanelierten Ladestockröhrchen, einem flachen Schlossgegenblech für zwei Schrauben, einteiligem Abzugsbügel und Kolbenkappe mit langen, seitlichen Sporen. Steinschloss mit flachem, an den Kanten abgeschrägtem Schlossblech und entsprechendem Schwanenhalshahn, eckiger Eisenpfanne ohne Verbindung zum Batterielager und von der Schlossinnenseite her verschraubter Batteriefeder. Runder, am Pulversack quer kanelierter und seitlich abgeflachter Lauf mit Messingkorn an der Mündung. Kimme in das gerade endende Schwanzschraubenblatt eingefeilt.  Originaler, hölzerner Ladestock. Die Eisenteile stellenweise narbig und schwarzfleckig. "14" als Bestandnummer am Schlossblech und Schwanzschraubenblatt
Gesamtlänge 517 mm, Lauflänge 336 mm, Kaliber des glatten Laufs 17,5 mm, Gewicht 1500 g. 
Am Ende des Spanischen Erbfolgekrieges 1714 bestand das Militär4 des Herzogtums Braunschweig-Wolfenbüttel aus 1 Kompanie Leibgarde zu Pferd, 1 Kampanie Leibgarde zu Fuß, 3 Kompanien Dragoner, 4 Infanterieregimenter à 8 Kompanien, 1 Landregiment zu 8 Kompanien und 1 Kompanie Artillerie.. Diese Truppe war bereits weitgehend mit Steinschlosswaffen ausgerüstet. Die hier gezeigte Pistole dürfte für die Leibgarde zu Pferd und die Dragonerkompanien sowie für das 1727 neu errichtete 2. Dragonerregiment  bestimmt gewesen sein.  Da die Pistole zweimal die Nummer "14" eingeschlagen bekam, kann man davon ausgehen, dass sie möglicherweise zum Bestand der Truppen des Niedersächischen Kreises gehörte. Nach den Matrikeln des Reichsheeres von 1521 hatten die Stände insgesamt neun Reichskreise mit den entsprechenden Truppen zu unterhalten, die im Kriegsfall zur Verfügung des Reiches zu stehen hatten. Die Waffen dieser Reichstruppen wurden generell mit den jeweiligen Bestandnummern an Schloss und Lauf gekennzeichnet.

Udo Vollmer, Deutsche Militärhandfeuerwaffen, Heft 11. Braunschweig