Preußen, Infanteriegewehr 1809/12, Fertigung Saarn

Preußen, Infanteriegewehr 1809/12, Fertigung Saarn
Nummer: GP26

Preußen, Infanteriegewehr 1809/12, Fertigung Saarn

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Auf Grund der Perkussionierung der Bestände ist die Steinschlossversion dieses Musters heute recht selten
Sehr gut erhaltener Nussbaumschaft mit Backenhöhlung am Kolben links. Messingbeschläge, bestehend aus drei rechtsseitig federarretierten Laufringen, einhakbarem Abzugsbügel, Kolbenblech mit kurzer Nase und s-förmigem, flachem Schlossgegenblech. Runder, am Pulversack seitlich abgeflachter Lauf mit trichterförmigem Zündloch. Schwanzschraubenkeil mit Durchgangsloch für die hintere Schlossschraube. Bajonettfeder an der Laufunterseite. Steinschloss entsprechend französischem Vorbild M an 9 mit Herzhahn, gegossener Messingpfanne und Batterie, deren Schlagfläche im oberen Viertel nach vorne abgewinkelt ist. Batteriefeder von außen verschraubt. An der Pfanne ein zusätzlich angebrachter, seitlicher Feuerschirm. Haltefeder für den Ladestock im Schaft. Flaches Messingkorn auf dem hinteren Bund des vorderen Laufrings, keine Kimme. Fertigung in der Gewehrfabrik Saarn, entsprechende Signatur „Saarn“ unter Abnahmesignatur „FW“ auf dem Schlossblech außen, darunter Marke „T“ für den Betreiber der Gewehrfabrik in Saarn, Trenelle. Kein Truppenstempel. Am Kolbenblech und am Lauf links oben neben dem Abnahmestempel „FW“ unter Krone das Fertigungsjahr „1832“, . Originaler, eiserner Ladestock mit erweitertem Setzkopf, die Gegenseite mit Innengewinde. Revisionsstempel „K“ unter Krone und Superrevisionsstempel „FW“ unter Krone am Schaft links.

Gesamtlänge 1431mm, Lauflänge 1045mm, Schlosslänge 160mm, Kaliber des glatten Laufs 19,0mm

Die in den Anfangsjahren der Produktion gefertigten Neupreußischen Gewehre unterschieden sich in verschiedenen Details von den heute, wenn auch nur spärlich bekannten Originalen der Fertigung nach 1814/15. Dies lag daran, daß wichtige Details erst im Laufe der Jahre und nach entsprechenden Erfahrungen festgelegt werden konnten. Insbesondere v.Scharnhorst bemühte sich darum, die Fertigungstoleranzen zu minimieren, aber auch die Einführung der Federklinke zur Bajonettaufpflanzung bei gleichzeitigem Wegfall der bisher vorhandenen Bajonettwarze erfolgte auf seine Initiative hin erst im Frühjahr 1811. Gleichzeitig erhielt der Schwanzschraubenkeil eine Bohrung, durch welche die hintere Schlossschraube geführt wurde, womit Lauf, Schloss und Schaft noch besser zusammengehalten werden konnten. Da auch das Schloss noch in Einzelheiten verändert wurde - so erhielt im selben Jahr unter anderem die Schlagfläche der Batterie zur besseren Handhabung im oberen Viertel eine Abwinkelung nach vorne - kann man von einer endgültigen Festlegung aller Konstruktionsdetails für die Großserienfertigung erst im Laufe des Jahres 1812 sprechen. Daraus resultiert die Modellbezeichnung 1809/12!

KEIN VERSAND, NUR SELBSTABHOLUNG!!