Frankreich, gezogene Steinschloss-Wenderpistole 1694
Über 300 Jahre altes, sehr gut erhaltenes Stück, welches vermutlich um die Mitte des 18. Jahrhunderts gekürzt und neu geschäftet wurde
Wunderschöner, geflammter Kolben mit geschnitztem Maskeron am Kolbenende, entsprechender Vorderschaft mit Ladestockkanal an einer Seite, das Spitzröhrchen aus dem Schaftholz herausgearbeitet. Typisch niederländisches Schloss mit flachem Schlossblech und feiner Blattgravur. Der ebenfalls flache Hahn mit charakteristisch niederländischer Form. Freistehende, eiserne Pfannen ohne Verbindung zum Batterielager und Batterieschlagflächen oben gerade abgeschnitten. Übereinander angeordnete, siebenfach gezogene Läufe mit Jahreszahl „1694“ an beiden Oberseiten über den Pulverkammern. Auslösung der Wendemechanik durch Zurückziehen eines vor dem Abzugsbügel positionierten Hebels. Originale, hölzerner Ladestock mit Bronzehülse an der Stoßseite. Gesamtlänge 340 mm, Lauflängen 185 mm, Schlosslänge 145 mm, Kaliber der gezogenen Läufe 8,1 mm, Gewicht 1.008 g
Bei dieser Waffe dürfte es sich um ein Exemplar handeln, welches ursprünglich in Frankreich zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstanden ist. Um 1750 hat man die Pistole modernisiert, d.h. sie wurde gekürzt, neu geschäftet und sie erhielt zwei gezogene Läufe.


