Frankreich, Boxlock-Taschenpistole um 1810 mit abschraubbarem Lauf

Frankreich, Boxlock-Taschenpistole um 1810 mit abschraubbarem Lauf
Nummer: 0384

Frankreich, Boxlock-Taschenpistole um 1810 mit abschraubbarem Lauf

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Frankreich, Boxlock-Taschenpistole um 1810 mit abschraubbarem LaufFrankreich, Boxlock-Taschenpistole um 1810 mit abschraubbarem LaufFrankreich, Boxlock-Taschenpistole um 1810 mit abschraubbarem Lauf
Dekorative Taschen- und Reisepistole im Boutet-Stil

Kastenschloss mit strammer Mechanik, der Schlosskasten beidseitig mit militärischen Trophäen graviert. Glatter, abschraubbarer Lauf mit Schraubnocken an der Unterseite. Schiebesicherung hinter dem Hahn, welche mittels eines Dorns die Batterie geschlossen hält und gleichzeitig über einen  Schlitz im Hahnkorpus den Hahn in der Ruhrast fixiert. Holzkolben mit typischem Verschnitt und Silbernägeln verziert. Eiserne Abschlussplatte und Abzugsbügel mit Sterndekor. Kolben an der Grenze zur linken Seite des Schlosskastendeckels mit kleinem Holzausbruch und Riss an der gegenüberliegenden Seite.

Gesamtlänge 180mm, Lauflänge 60mm, Kaliber des glatten Schraublaufes 11,65mm, Gewicht 320g

Das in Großbritannien im 18. Jahrhundert entwickelte und dort weit verbreitete System des Kastenschlosses sowie dessen Vorteile wurde auch auf dem Kontinent erkannt. So fertigten französische Büchsenmacher ebenfalls derartige Faustfeuerwaffen, die sich aber in der Regel sehr gut von den englischen Vorbildern unterscheiden lassen. Zum einen fehlen an den kontinentaleuropäischen Pistolen wie zu erwarten die englischen Beschau- und Beschusszeichen. Zum andern aber haben die französischen Büchsenmacher in die Hähne ihrer Produkte einen Schlitz eingefräst, in den ein an der Kastenoberseite liegender Sicherungsschieber eingreifen konnte und damit das Zurückziehen des Hahns in die Feuerrast verhinderte. Dieses Detail ist an englischen Erzeugnissen nicht zu finden. Als weiteres Kennzeichen französischer Herkunft kann die Befestigungsart des Kolbens am Schlosskasten gesehen werden. Bei nahezu allen englischen Kastenschlosspistolen wird der Kolben mit zwei Schrauben  - eine Schraube am Unterbügel, eine Schraube am Kastendeckelende - befestigt. Französische Büchsenmacher bevorzugten bei den meisten ihrer Pistolen jedoch eine obere Befestigung nicht mittels einer Schraube, sondern mittels eines Stifts, welcher durch das Schaftholz in eine Öse an der Deckelunterseite greift.

 

 

 

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