Holland, Infanteriegewehr der Amsterdamer Miliztruppen

Holland, Infanteriegewehr der Amsterdamer Miliztruppen
Nummer: GP21

Holland, Infanteriegewehr der Amsterdamer Miliztruppen

Zur Anfrage

Holland, Infanteriegewehr der Amsterdamer MiliztruppenHolland, Infanteriegewehr der Amsterdamer MiliztruppenHolland, Infanteriegewehr der Amsterdamer Miliztruppen
Dies ist ein nahezu unbenutztes und daher neuwertiges Stück niederländischer Geschichte aus der Mitte des 18. Jahrhunderts
Nussbaum-Vollschaft mit noch scharfen, unbeschädigten Konturen der Verschneidungen und Kanten. Messingbeschläge bestehend aus halbem Vorderschaftband, vier Ladestockröhrechen, einteiligem Abzugsbügel mit Riemenöse, Kolbenkappe mit langer Nase und typischem Schlossgegenblech für zwei Schrauben mit kolbenseitiger Verlängerung. Auf der ganzen Länge runder Lauf mit fünffacher Kanelierung am Pulversack, die Schwanzschraube endet gerade. Lauf/Schaft-Verbindung durch Kreuzschraube und Stifte/Ösen. Makelloses Steinschloss mit gebogenem, flachem Schlossblech und ebensolchem Schwanenhalshahn. Facettierte Eisenpfanne ohne Verbindungssteg zum  Batterielager. Batteriefeder von der Schlossblechinnenseite her verschraubt. Die Schlagfläche der Batterie oben gerade abgeschnitten. Keine Kimme, langes Messingovalkorn auf dem Lauf 110 mm hinter der Mündung. "A N°Z52" als Truppensignatur am Lauf links an der Mündung, "A.1.4.L." als weitere Truppensignatur an der Laufoberseite direkt an der Mündung. "18" am Pulversack oben links, "F.SAMIEN" und "23" an der Kolbenunterseite. Eiserner Ladestock mit konischem Setzkopf und Endgewinde.
Gesamtlänge  1575mm, Lauflänge 1172mm, Kaliber des glatten Laufs 19,62mm, Gewicht 4.844g
Dieses niederländische Gewehr aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts  ist sicherlich eines der am besten erhaltenen Steinschlosswaffen jener Zeit. Schaftholz und Metallteile sind in einmalig gutem, nahezu unberührtem  Zustand, die Schlossfunktion ist erwartungsgemäß hervorragend. Sehr ungewöhnlich ist seine enorme Länge und vor allem das große Kaliber. Die Truppensignaturen am Lauf deuten auf eine Verwendung der Waffe bei der Amsterdamer Miliz hin. Waffen dieses Typs sind auch in Mengen in die amerikanischen Kolonien geliefert worden, wo sie in den Indiianerkriegen und Kämpfen gegen die Franzosen 1754 bis 1763 eingesetzt wurden. In "Battle Weapons of the American Revolution" by George C. Neumann wird ein typgleiches Gewehr als "Dutch Musket ca. 1725-1745" bezeichnet und im Bild dargestellt.

KEIN VERSAND, NUR AN SELBSTABHOLER