Frankreich, Kavalleriepistole 1763/66, Manufacture de Charleville 1769

Frankreich, Kavalleriepistole 1763/66, Manufacture de Charleville 1769
Nummer: 0709 RESERVIERT

Frankreich, Kavalleriepistole 1763/66, Manufacture de Charleville 1769

2.850,00 €
Frankreich, Kavalleriepistole 1763/66, Manufacture de Charleville 1769Frankreich, Kavalleriepistole 1763/66, Manufacture de Charleville 1769Frankreich, Kavalleriepistole 1763/66, Manufacture de Charleville 1769
Dies ist eine Pistole aus der Anfangszeit der Fertigung dieses Waffenmusters in der Manufactur de Charleville
Nussbaum-Vollschaft ohne Schaftverschneidungen. Messingbeschläge, bestehend aus Kolbenkappe Schlossgegenblech für zwei Schrauben und typischem Abzugsbügel; doppelbündiger Laufring M 1763/66 mit rechtsseitiger Federarretierung. Runder, am Pulversack auf ca. 40 mm fünffach kantiger, dann bis zur Mündung runder Lauf. Lauf/Schaft-Verbindung durch den Laufring und die Kreuzschraube. Schwanzschraubenblatt rund-oval auslaufend. Flaches Steinschloss M 1763/66 mit eckiger Pfanne und Pfannenarm zum Batterielager. Batterie mit aufgebogenem Fuß, Batteriefeder von außen verschraubt. Flacher Herzhahnhahn M 1763. Kontrollmarke „A“ unter Krone des 1. Kontrolleurs Etienne ALEXANDRE, in Charleville tätig seit 1763, auf dem Schloßblech außen, Herstellersignatur „Manufacture de Charleville“ auf dem Schloßblech außen. Am Pulversack links oben schwach das Fertigungsjahr „69“, Lilienmarke und Kontrollstempel „M“ unter Krone – Kontrolleur R. MERCIER, in Charleville als Laufkontrolleur tätig von 1766 bis 1772. Schmiedemarke am Schloßblech innen. Auf allen Beschlagteilen ein Kontrollstempel „L“, der leider namentlich nicht nachweisbar ist. Eiserner Ladestock mit nagelförmigem Kopf und Endgewinde.

Gesamtlänge 391 mm, Lauflänge 228 mm, Länge des Schlossblechs 125 mm, Länge des Schlossgegenblechs 76 mm, Länge des Laufringes 104 mm, Länge des Schwanzschraubenblattes 45 mm, Kaliber des glatten Laufes 17,8 mm

Dieser Pistolentyp mit seinen von der Regel abweichenden Details wie seine geringere Lauflänge und der am Pulversack kantig gearbeitete Lauf ist nirgendwo dokumentiert, auch nicht in dem Standartwerk von Jean Boudriot. Somit kann man zur Entstehung der Waffe nur vermuten, dass man in den Anfangsjahren der Fertigung der neu konstruierten Pistole 1763/66 eventuell Fertigungsdetails ausprobiert hat, die dann aber so nie in die Serie eingeflossen sind.