Frankreich, Kavalleriepistole 1816, Fertigung Manufacture Royale de Tulle

Frankreich, Kavalleriepistole 1816, Fertigung Manufacture Royale de Tulle
Nummer: 0783

Frankreich, Kavalleriepistole 1816, Fertigung Manufacture Royale de Tulle

3.250,00 €

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Nur sehr wenige dieses Pistolenmusters in der originalen Steinschlossversion haben die Perkussionierungswelle in den 1840er-Jahren überlebt
Nußbaumhalbschaft mit Messingbeschlägen, diese bestehend aus Laufring mit Steg zur vorderen Schloßschraube, eingehaktem und verschraubtem Abzugsbügel, Kolbenkappe mit Fangriemenöse und s-förmigem, gewölbtem Schlossgegenblech. Oberer und unterer Kolbenbügel aus Eisen. Runder am Pulversack kantiger Lauf ohne Visiereinrichtung. Trichterförmiges Zündloch. Am Pulversack oben links sehr schwach erkennbarer Stempel „.L.18“ (L. steht vermutlich für Louis Lapièrre, Direktor der Manufacture de Tulle). Stempel „MR“ für „Manufacture Royale“ am Lauf rechts vor dem Zündloch, darüber ein Anker-Stempel. Modellbezeichnung „Mle 1816“ auf dem Schwanzschraubenblatt. Steinschloss mit bombiertem Herzhahn und ebensolchem Schloßblech; waagrechte Messingpfanne mit hahnseitigem Feuerschirm, Batteriedeckel mit geradem Fuß, von außen verschraubte Batteriefeder. Schlossplattensignatur „Mre. Rle. de Tulle“, darüber Inspektionsmarke .C“unter Krone im Hochoval (Jean Cazamajou, Kontrolleur in Tulle seit 1811). Holzstempel „I.C.1823“ ) am Schaft links hinter der zweiten Schloßschraube. Originaler, eiserner Ladestock mit nagelförmigem Kopf und Endgewinde zum Aufschrauben eines Krätzers.

Gesamtlänge 348 mm, Lauflänge 200 mm, Kaliber des glatten Laufs 17,1mm, Gewicht 1.216 g.

Diese hervorragend erhaltene Waffe ist eine der wirklich seltenen Kavalleriepistolen M 1816, die aus welchen Gründen auch immer, nicht den Umbauarbeiten auf das Perkussionssystem ab 1840 unterzogen worden sind. Sie sind im Jahre 1816 zwar normiert worden, doch begann die Fertigung dieser Steinschloßpistolen und deren Ausgabe an die Truppe nicht vor 1819, zumindest ist bis heute keine Pistole dieses Typs bekannt geworden, die ein früheres Baujahr eingeschlagen bekommen hätte.

Wie der am Lauf vorhandene Ankerstempel belegt, wurde diese Pistole bei der französischen Marine verwendet.

 

  • Lander, Udo, Schwanengesang - die französischen Kavallerie- und Offizierpistolen M 1816 und M 1822 in DWJ
  • 3 u. 4/1996
  • Lander/Höfele, Französische 0rdonnanzpistolen 1733 bis 1870, Gröbenzell 2001