Preußen, Offizierpistole 1731 POTZDAMMAGAZ SetD

Preußen, Offizierpistole 1731 POTZDAMMAGAZ SetD
Nummer: FR02 VERKAUFT

Preußen, Offizierpistole 1731 POTZDAMMAGAZ SetD

Diese ist eine von zwei bisher bekannt gewordenen Offizierpistolen, gefertigt in der preußischen Gewehrfabrik 
Auf der Laufoberseite sind ein Beschussstempel in stilisierter Adlerform sowie die Zahl „33“ eingeschlagen. Die Laufunterseite zeigt einen zweiten Beschussstempel in stilisierter Adlerform, die Meistermarke „BS“ und eine Schmiedemarke in Form eines Schlüssels. Auf der Außenseite des Schlossblechs sind die Herstellersignatur „POTZDAM MAGAZ“ und „S et D“ graviert, die Innenseite ist mit „MV“ gekennzeichnet. Die in voller Länge vorhandene, fein gearbeitete Schaftverschneidung der hier vorgestellten Pistole und die originale Ladestockhalterung zeigen, dass der Schaft dieser Waffe nicht gekürzt wurde. Diese Pistole ist mit ihrer Länge von nur 490 mm keine gekürzte Mannschaftswaffe, sondern eine unveränderte und in dieser Länge gefertigte Offizierpistole.
Gesamlänge 490 mm, Lauflänge 295 mm

Im Katalog "Die Bewaffnung und Ausrüstung der Armee Friedrichs des Großen - eine Dokumentation aus Anlass seines 200. Todesjahres" ist auf den Seiten 112/113 eine nahezu typgleiche Waffe abgebildet. Sie wird dort als "Offizierpistole 1731" bezeichnet, zeigt aber noch das Monogramm "FWR" für Friedrich Wilhelm I. auf dem Daumenblech.
Die fragliche Pistole mit dem nachgestochenen "W" im Daumenblech ist sicherlich ebenfalls als Offizierpistole anzusprechen, zu deren Fertigung man in der Gewehrfabrik einen bereits fertigen Lauf einer langen Mannschaftsversion M 1731 verwendet hat, der nur zu kürzen war.
Da die in der Mehrzahl berittenen preußischen Offiziere -unabhängig von ihrer Waffengattung - ebenfalls Pistolen führten, diese aber aus eigener Tasche zu bezahlen hatten, war es erforderlich, auch für diesen Personenkreis Pistolen zu fertigen.