Preußen, Kavalleriepistole 1823 UM, Fertigung Gewehrfabrik Potsdam, Fertigungsjahr in der Ursprungsversion 1832

Preußen, Kavalleriepistole 1823 UM, Fertigung Gewehrfabrik Potsdam, Fertigungsjahr in der Ursprungsversion 1832
Nummer: 0199

Preußen, Kavalleriepistole 1823 UM, Fertigung Gewehrfabrik Potsdam, Fertigungsjahr in der Ursprungsversion 1832

Zur Anfrage

Preußen, Kavalleriepistole 1823 UM, Fertigung Gewehrfabrik Potsdam, Fertigungsjahr in der Ursprungsversion 1832Preußen, Kavalleriepistole 1823 UM, Fertigung Gewehrfabrik Potsdam, Fertigungsjahr in der Ursprungsversion 1832Preußen, Kavalleriepistole 1823 UM, Fertigung Gewehrfabrik Potsdam, Fertigungsjahr in der Ursprungsversion 1832
Die Steinschlosspistolen 1823 wurden in den preußischen GHewehrfabriken ab 1849 bis 1853 auf das Perkussionssystem umgebaut. Noch bei der Mobilmachung 1870 besaß die preußische Armee in ihren Depots und bei der Truppe insgesamt 24.914 Pistolen dieses Typs.

Buchen-Vollschaft mit Messingbeschlägen, diese bestehend aus von unten verschraubtem Mündungsring, Abzugsbügel, Kolbenkappe mit eisernem, um 360° drehbaren Kolbenring und flachem, s-förmigem Schlossgegenblech. Preußisches, aptiertes Perkussionsschloss mit Perkussionshahn M 1823 UM, entsprechender Pistonsicherung und zugehöriger Feder. Herstellersignatur aus der Zeit vor der Aptierung „Potsdam“ unter nur noch schwach lesbar. Seriennummer „43“ auf nahezu allen Teilen – die Pistole ist durchgehend nummerngleich! Stramme Schlossfunktion. Runder, am Pulversack kantiger, seitlich abgeflachter Lauf mit angelötetem Pistonsockel, dieser mit Reinigungsschraube. Langes, dachförmiges Messingkorn auf dem Lauf, keine Kimme. Baujahr „1832“ unter Krone auf dem Schlossgegenblech.. Truppensignatur “4.L.1.47“ (durchgestrichen), darüber „3.L.U.3.110.“ auf dem Vorderteil des Abzugsbügels. Jahr der Ausgabe an die Truppe nach Aptierung „1851“ deutlich am Pulversack rechts vor dem Pistonsockel. Aptierungsjahr und -ort „1850 Sö“ für Sömmerda deutlich an der Laufunterseite unterhalb des Pistonsockels.

Gesamtlänge 400mm, Lauflänge 235mm, Kaliber des glatten Laufs15,8mm.

Laut Übersicht des AKD sollten ab 1823 und später jährlich 5.500 Steinschlosspistolen M 1823 und bis einschließlich 1828 insgesamt 44.745 Paare hergestellt werden. Aufgrund einer Änderung und dem weitestgehenden Verzicht der paarweisen Ausrüstung mit Pistolen bei den Reitern der verschiedenen Waffengattungen wurde dieses Ziel deutlich zurückgenommen. Die Produktion der Pistole M 1823 lief dann in den preußischen Gewehrfabriken Potsdam, Neiße, Saarn und Danzig und in Suhl ab 1823 sehr zögerlich an. Laut Aufstellung des Kriegsministeriums und der Werder’schen Chronik wurden in Suhl im Zeitraum 1829-1832 lediglich 200 Paar Pistolen M 1823 produziert. 1839-1852 hingegen fertigte Spangenberg, Sauer & Sturm (S&C) 6000, Hähnel 3000 und Schilling 2000 neue Pistolen. In diesen Zahlen sind natürlich nicht nur Pistolen M 1823 sondern mit Sicherheit auch Pistolen M 1850 enthalten.

Die hier angebotene Pistole fand laut Truppenstempelung Verwendung zuerst beim 4. Landwehrregiment, 1. Kompanie als Waffe N°47. Danach wurde sie abgegeben an das 3. Landwehr-Ulanenregiment, 3. Eskadron als Waffe N°110.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Pistolentyp finden Sie in DWJ 03/2013

 

Preis? Bitte fragen Sie an bei lander-forbach@t-online.de