Hannover, Artilleriekarabiner 1818, Fertigung Crause in Herzberg

Hannover, Artilleriekarabiner 1818, Fertigung Crause in Herzberg
Nummer: 0595 VERKAUFT

Hannover, Artilleriekarabiner 1818, Fertigung Crause in HerzbergHannover, Artilleriekarabiner 1818, Fertigung Crause in HerzbergHannover, Artilleriekarabiner 1818, Fertigung Crause in Herzberg
Sehr seltene Steinschlosswaffe der hannoverschen Armee, eingeführt nach der ab 1816 erfolgten Reorganisation 
  Nussbaumvollschaft mit Messingbeschlägen, diese bestehend aus halber Vorderschaftschale, ein Ladestockröhrchen, einteiligem Abzugsbügel mit vorderer und hinterer Verlängerung, Kolbenkappe und zwei quadratischen Unterlagen für die beiden Schlossschrauben. Steinschloss mit flachem, oval durchbrochenem Hahn, ebensolchem Schlossblech mit abgeschrägten Kanten, eiserner Pfanne mit Verbindungsarm zum Batterielager und von außen verschraubter Batteriefeder. Herstellersignatur „ C Crause in Herzberg“ kursiv unter der Pfanne. Runder, am Pulversack seitlich abgeflachter Lauf mit Kontrollstempel „St“ und Stempel „HHT“ an der Laufoberseite. Derselbe Stempel auch an der rechten Kolbenseite, dort auch „GEF 3“ über „8“. An der Kolbenkappe Truppenstempel „B NO 28“. Lauf/Schaftverbindung durch Kreuzschraube, Schraube der vorderen Riemenöse und einen Laufschieber. Eiserner Ladestock im Scharnier mit tellerförmiger Handhabe. Eiserne Standkimme auf dem Schwanzschraubenblatt, halbmondförmiges Eisenkorn 31mm hinter der Mündung. Riemenösen an der Kolbenunterseite und in Höhe des Ladestockröhrchens, dessen Befestigungsschraube durch den Vorderschaft geführt.

Gesamtlänge 780mm, Lauflänge 405mm, Kaliber des glatten Laufs 18mm, Gewicht 2.214g

Am 24. Dezember 1815 wurde die "King's German Legion" aufgelöst, in welcher mehr als 30.000 hannoversche Soldaten gedient hatten. Sie wurde zum Nukleus der neu aufzustellenden hannoverschen Armee, was  allerdings erst nach Rückkehr der Truppen von der in Frankreich stehenden Okkupationsarmee Anfang 1816 möglich war. Nach einem Organisationsplan vom März 1815 sollte die reorganisierte Armee neben Infanterie, Kavallerie und einem Feldjägerkorps auch ein Artillerieregiment zu zwei Bataillonen mit jeweils sechs Batterien haben.
Der vorliegende Karabiner gehörte gemäß dem an seiner Kolbenkappe vorhandenen Truppenstempel als Waffe N°28 dem 2. Bataillon des hannoverschen Artillerieregiments unter Generalmajor Congreve.