Brandenburg-Bayreuth, Gardegewehr um 1740

Brandenburg-Bayreuth, Gardegewehr um 1740
Nummer: 0597

Brandenburg-Bayreuth, Gardegewehr um 1740

6.450,00 €

Zur Anfrage

Brandenburg-Bayreuth, Gardegewehr um 1740Brandenburg-Bayreuth, Gardegewehr um 1740Brandenburg-Bayreuth, Gardegewehr um 1740
Ein bis heute unikat gebliebenes Präsentiergewehr aus Bayreuth unter Markgraf Friedrich III.
Fast gerader Nussbaumvollschaft mit ausgeprägtem Kuhfusskolben und Messingbeschlägen, diese bestehend aus vier doppelt kannelierten Ladestockröhrchen, einem halben Mündungsband, einteiligem Abzugsbügel mit vorderer und hinterer Verlängerung, Kolbenkappe mit einfach verschraubter, oberer Verlängerung und zwei großen Schrauben an der Unterseite, bekröntem Daumenblech mit gegeneinanderstehenden Monogramm „F“ für Markgraf Friedrich III. sowie Schlossgegenblech für zwei Schrauben. Trageriemenösen am Abzugsbügel vorne und am Vorderschaft. Auf der gesamten Länge runder Lauf mit Kannelierung am Pulversack und Bajonettwarze an der Laufunterseite kurz hinter der Mündung. Steinschloss mit flachem Schlossblech und entsprechendem Schwanenhalshahn. Eiserne Pfanne mit hahnseitigem Feuerschirm ohne Verbindungssteg zum Batterielager. Die Schlagfläche der Batterie nach preußischem Vorbild oben gerade. Eiserner, konischer Ladestock mit Endgewinde und Messingummantelung am Stoßkopf..„Keinerlei sichtbare Marken oder Signaturen.

Gesamtlänge 1302mm, Lauflänge 953mm, Kaliber des glatten Laufs 15,04mm, Gewicht 3.011g

Friedrich von Brandenburg-Bayreuth folgte seinem Vater Georg Friedrich Karl nach dessen Tod am 17. Mai 1735 nach. Er war jedoch hoffnungslos überfordert von seinen Aufgaben als Souverän. Von seinem Schwiegervater, König Friedrich II. von Preußen hatte er das pommersche Dragoner-Regiment Ansbach-Bayreuth übertragen bekommen, wurde später Generalfeldmarschall des Fränkischen Kreises und Chef des fränkischen Kreiskürassier-Regiments. Er war darum bemüht, sein Land aus den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Österreich und Preußen herauszuhalten, was ihm auch gelang, wenn auch während des Siebenjährigen Krieges nur mit großer Mühe. In seine Regierungszeit fielen auch umfangreiche Vermittlungsversuche, hauptsächlich durch Wilhelmine veranlasst, den Siebenjährigen Krieg zu beenden.

Verwendung fand dieses Stück mit großer Wahrscheinlichkeit als Gardegewehr zum Präsentieren in der Residenz Bayreuth, eine Verwendung als Felddienstwaffe kann wegen des völlig geraden und daher zum Zielen absolut untauglichen Schafts ausgeschlossen werden.

Dies ist das bis heute einzig bekannt gewordene Gewehr dieses Typs