Suhl, Infanteriegewehr um 1720

Suhl, Infanteriegewehr um 1720
Nummer: 0593

Suhl, Infanteriegewehr um 1720

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Sehr frühes Steinschloss-Infanteriegewehr aus Suhler Fabrikation
Nussbaum-Vollschaft mit Eisenbeschlägen, diese bestehend aus zwei Ladestockröhrchen und einem Spitzröhrchen, einteiligem Abzugsbügel mit Riemenöse an der Vorderseite, Kolbenkappe mit einfach verschraubter Nase und zwei Schrauben am Boden, sowie einem schlangenförmigen Gegenblech für zwei Schrauben. Vordere Riemenöse in Höhe des zweiten Ladestockröhrchens durch den Vorderschaft geschraubt. Im hinteren Teil auf 270mm kantiger, dann runder Lauf mit glatter Seele. Kimme in das Schwanzschraubenblatt eingefeilt, kein Korn. Bajonettwarze an der Laufunterseite, 20mm hinter der Mündung. Steinschloss mit bananenförmig gebogenem und gewölbtem Schlossblech mit entsprechendem Schwanenhalshahn. Batteriefeder von der Schlossinnenseite her verschraubt. runde Eisenpfanne ohne Verbindung zur Batterie. Stempel „Suhler Henne“ unter „GS“ auf dem Schlossblech zwischen den Schenkeln der Batteriefeder. Am Schlossblech links möglicherweise Reste eines Doppeladler-Stempels. Ergänzter hölzerner Ladestock mit Eisenabschluss.

Gesamtlänge 1465mm, Lauflänge 1077mm, Schlosslänge 165mm, Kaliber des glatten Laufs 19mm.

Der Stempel „GS“ über Suhler Henne am Schloss zwischen den Schenkeln der Batteriefeder dürfte dem Suhler Büchsenmacher und Händler Georg Daniel Spangenberg zuzuschreiben sein, er in Suhl 1670 geboren wurde und bis 1752 dort nachweisbar ist. Das Stempel-Fragment am Schlossblech links könnte eventuell einen Doppeladler ohne Krone dargestellt haben; in diesem Falle müsste das Gewehr dem Fürstentum Schwarzburg zuzuschreiben sein.