Hessen-Darmstadt, Pistole 1717 für Grenadiere zu Pferd

Hessen-Darmstadt, Pistole 1717 für Grenadiere zu Pferd
Nummer: 0642

Hessen-Darmstadt, Pistole 1717 für Grenadiere zu Pferd

2.850,00 €

Zur Anfrage

Hessen-Darmstadt, Pistole 1717 für Grenadiere zu PferdHessen-Darmstadt, Pistole 1717 für Grenadiere zu PferdHessen-Darmstadt, Pistole 1717 für Grenadiere zu Pferd
Höchst seltene hessische Kavalleriepistole aus dem ersten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts
Nussbaum-Vollschaft mit ovalen Verschneidungen um Schloss, Schlossgegenblech und Schwanzschraubenblatt. Mesingbeschläge bestehend aus zwei an den Enden kanelierten Ladestockröhrchen, einteiligem Abzugsbügel, Kolbenkappe mit langen, seitlichen Sporen, Schlossgegenblech für zwei Schrauben und mit kolbenseitiger Verlängerung sowie Daumenblech mit eingravierter Jahreszahl "1718". Lauf im hinteren Drittel kantig mit Querrillen am Pulversack und abgeflachter Phase an der Laufoberseite, zur Mündung hin rund. Gerade endendes Schwanzschraubenblatt mit eingefeilter Kimme, ein entsprechendes Korn ist nicht vorthanden.  Am Lauf links "Suhler Henne", "SVL" und "IK" unter Krone. Lauf/Schaftverbindung durch zwei Stifte/Ösen und Kreuzschraube. Steinschloss mit gewölbtem Schlossblech, entsprechendem Schwanenhalshahn, runder Eisenpfanne ohne Verbindungssteg zum Batterielager und Batterie mit sehr breiter, oben nach vorne abgebogener Schlagfläche.  Hölzerner Ladestock mit Messingdopper ergänzt.

Gesamtlänge 487 mm, Lauflänge 304 mm, Kaliber des glatten Laufs 15,25 mm, Gewicht 1.148 g


 
Aus den Mannschaften des 1717 aufgelösten Leibregiments hat Landgraf Ernst Ludwig, welcher von 1678 bis 1739 regierte, eine Grenadierkompanie zu Pferd errichtet, die jedoch 1731 auf die Kompanien des neu errichteten Regiments Schrautenbach verteilt wurde. Die Mannschaften dieser Grenadierkompanie zu Pferd führten Pistolen und einen Karabiner, beide Waffen offensichtlich - wie die vorliegende Pistole belegt -  aus Suhler Fertigung.